Bindung und Vertrauen

Es gibt Menschen, die sind chronisch unsicher, mit Anderen in Kontakt zu treten, selbst bei sehr guten und langjährigen Freunden, Ehepartnern und Kindern sind sie sich der guten Beziehung nicht sicher. Sie meiden den Kontakt, oder gehen schon mit Mistrauen in jede Situation. Sie vertrauen eigentlich nie, trauen sich nicht auf die Anderen zu zugehen und sich ihnen  zu öffnen. Sie brauchen immer wieder einen neuen Versuch und sehr viel Energie auf die Welt zu zugehen. Sie sind häufig unscheinbar, weil sie von sich selbst nichts halten. Sie glauben, nichts zu können, nichts wert zu sein und das die Anderen nicht wirklich Kontakt zu ihnen haben wollen. Sie sind eigentlich chronisch überfordert, wenn sie mit Menschen zu tun haben. Es braucht eine riesige Anstrengung Andere auszuhalten.Häufig tritt dann Unsicherheit,Angst, Panik, Ablehnung und Verzweiflung auf.

Hier braucht es Kontakt mit sich selbst, mit dem eigenen Körper, mit dem Boden(Erdung), langsames Üben von Kontakt, in ganz kleinen Schritten, und die Möglichkeit sich wieder zurückziehen, und wiederkommen zu dürfen- immer wieder und immer wieder. Das ist schwere Arbeit.

Am Ende steht die Gewissheit:  Ich bin es wert zu leben!

Ich bin ein Geschenk für die Welt!

Ich gehöre dazu.

>Das Einzige, wonach wir mit Leidenschaft trachten, ist das Anknüpfen menschlicher Beziehungen< (Ricarda Huch)

Bindungen

Ist das wirklich wahr, oder wollen wir in der heutigen Zeit mehr unsere Ruhe, uns nicht um Bziehungen und Kontakte kümmern, weil wir immer wieder schlechte Erfahrungen machen?

Es gibt in der psychotherapeutischen Literatur die Unterscheidung in >sichere Bindungen, unsicher-vermeidende Bindungen,unsicher-ambivalente Bindungen und desorganisierte Bindungen.Und wir können erkennen, was unser Bindungsverhalten mit unseren frühen Erfahrungen zu tun hat. Das heißt, das ist das , was wir gelernt haben, was uns in den ersten Lebensjahren vorgelebt und mitgegeben wurde.

Die gute Nachricht ist, das wir neue Erfahrungen machen können, über uns und unsere Möglichkeiten in Beziehung zu gehen.

Wir müssen nicht immer wieder die gleichen Fehler mit unseren Freunden und Lebenspartnern machen. Es gibt bessere Muster, die wir in einem therapeutischen Setting erkennen und ausprobieren können.